Was muss die Spange Hall-Ost wirklich können?

Wir haben beim TT-Forum, am 25. März 2015, im Vereinshaus, aufgrund der zahlreichen Wortmeldungen, leider nicht die Möglichkeit bekommen, unsere Fragen zu stellen. Eigentlich hätten wir uns vom Diskussionsleiter die Aufforderung zu einer Wortmeldung erwartet, nachdem wir ja im Gemeinderat auch mitentscheiden werden und schon im Vorfeld, an der öffentlich, medialen Diskussion, ausführlich beteiligt waren. Daher wollen wir also auf diesem Wege die Öffentlichkeit über jene Fakten informieren, die unserer Meinung nach ziemlich klärungsbedürftig sind und mit denen die größte Beeinträchtigung für Mils verbunden wären.
Vielleicht gelingt es uns, zumindest so viel Überzeugungsarbeit zu leisten, dass wenigstens der drohende Autobahn – Vollanschluss abgewendet wird, bevor es zu einem Beschluss im Milser Gemeinderat kommt. Immerhin hat Bürgermeister Dr. Hanser beim TT-Forum bekannt gegeben, dass er sich sicher ist, eine 2/3 Mehrheit für die Zustimmung zur Spange Hall-Ost, im Gemeinderat zu bekommen. Das entspricht exakt dem Mandatsanteil der ÖVP und FPÖ im Milser Gemeinderat und weist auf den diktierten Clubzwang, bei der ÖVP hin. Zumindest sollte es aber gelingen, den einen oder anderen verantwortungsbewussten ÖVP-Gemeinderat, davon zu überzeugen, eine vertragliche Zusicherung vom Land Tirol und der ASFINAG zu fordern, die besagt, dass es auch zu einem späteren Zeitpunkt, bei Hall-Ost, keinen Autobahnvollanschluss geben wird und geben darf. Nachdem sich dieser Autobahnknoten nämlich ausschließlich auf dem Gemeindegebiet von Tulfes befindet, hätte Mils später nicht das geringste Mitspracherecht beim Bau eines solchen Vollanschlusses.
Auf der folgenden Skizze, ist der Planungsstand für den Bereich, Spange Hall-Ost, grafisch dargestellt. Die baulichen Besonderheiten, welche wie beschrieben, auf den wahrscheinlich schon geplanten Vollanschlusses hindeuten, sind darin entsprechend hervorgehoben.

Aktuelle Planung:

aktuell[1]

Mögliche einfachere Variante:

variante[1]

Vollanschluss??

vollanschluss[1]

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Ein Gedanke zu “Was muss die Spange Hall-Ost wirklich können?

  1. Sehr geehrte Damen und Herren,
    danke für diese Seite und Möglichkeit einer freien Meinungsäußerung;
    eines ist sicher – an der Spange wird von Seiten Hall und des Landesstraßen-bauamtes immer noch weiter gearbeitet, vornehmlich an der bereits von Mils abgelehnten Variante. In einem Protokoll Ende letzten Jahres ist zu lesen, dass vornehmlich daran gearbeitet werden soll, diese Variante in kleinen Schritten und mit der richtigen Taktik und Kommunikation einzuführen, um nach einiger Zeit nicht mehr um die Vollendung umhinzukommen. Der Zeitungsartikel in der TT am 12.1.2016 hat dies bestätigt („Fr. BGM warnt . . .“). Hall und das Land stehen dahinter.
    Ich gehe davon aus: Hall wird entlastet – fragt sich nur, wohin mit dem Verkehr.
    Dass Menschen in einem hohen Ausmaß auf Öffis umsteigen, wage ich zu bezweifeln. Und auch Öffis erzeugen Lärm – viel mehr als PKWs. Persönlich sehe ich Lösungen für einen vermutlich unvermeidlich sich immer mehr steigernden Verkehr darin, diesen unter die Erde zu legen. Das ist teuer aber machbar. Aber vielleicht gibt es auch andere, bessere wirksame Lösungen.
    Wichtig ist mir eines – die heute bereits von der Gemeinde mit Verkehr(slärm) überbelastet gemachten Milser DÜRFEN NICHT WEITER belastet werden – mit nicht einem Fahrzeug mehr. Sie müssen entlastet werden, spürbar, und das kann wie ich überzeugt bin nur über eine Reduktion der Verkehrszahlen funktionieren. Andere Maßnahmen haben zu geringe Wirksamkeiten, auch im Zusammenwirken.
    Eine Verkehrs(lärm)überbelastung schädigt Menschen massiv und unumkehrbar in Existenz, Gesundheit und Leben. Lärm ist eine tagtägliche Folter. Betroffen Gemachte werden vor allem aber auch dann noch schlechter gestellt und gezielt missbraucht, wenn die Verteilung der Belastungen aus dem Verkehrsgeschehen im Ort ungleich verteilt wird. Und das ist in Mils für viele Menschen in höchstem Ausmaß der Fall.
    Das darf nicht vergessen werden. Diese von der eigenen Gemeinde betroffen gemachten Menschen brauchen DRINGEND Hilfe und wirksame Entlastung.
    Ich ersuche daher euer Programm dahingehend „zu konkretisieren“, dass eines eurer Ziele die eindeutige Reduktion des objektiv messbaren Schalldruckpegels innerhalb einer annehmbaren Zeit ist – z.B. -5 dB LADEN/24h und Spitzen <75 dB LAF innerhalb eines Jahres in den überbelasteten Bereichen, sowie eine mittelfristige (5 Jahre) Annäherung an die Schutzgrenzwerte für alle ist. Niemand in Mils sollte zukünftig weiterhin dazu missbraucht werden, überdurchschnittlich mit seiner Existenz, Gesundheit und seinem Leben für die Mobilitätsmöglichkeit der "anderen wenig und nicht belasteten Milser" zu bezahlen.
    danke und viel Erfolg
    Rainer Cernin
    Name und mail darf veröffentlicht werden

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